Einmal am Strand eine Flaschenpost finden. Diesen Wunsch wagte ich nicht zu träumen. Während meines Osterurlaubes auf der Nordseeinsel Wangerooge habe ich auf der morgendlichen Hunderunde am Ostermontag, dem 17. April 2017, um 8:19 Uhr eine kleine Flasche gefunden. Die Freude war riesig. Ein kleiner Schatz. Woher kam sie? Wer hat sie geschrieben? Und warum? Fragen über Fragen. Aber erst einmal wurde die Flasche behutsam in die Unterkunft getragen.

Die kleine Flasche Küstennebel war mit Klebeband und Wachs vor Wasser geschützt. Darin ein kleiner, zweisprachiger Brief:

Hallo!

Diese Flaschenpost wurde am . April vor Carolinensiel in die Nordsee geworfen, in der Hoffnung, sie kommt weit herum und wird beantwortet. Wir sind Vater und Sohn und 3 Wochen zur Kur hier.

Wenn Sie, der Finder uns antworten möchten, würden wir uns über eine E-Mail an xxx freuen!

Die Flaschenpost habe ich noch am selben Tag beantwortet und auch Rückmeldung erhalten. Vater und Sohn waren zur Kur am Festland vor Wangerooge. Die Flasche wurde während einer kleiner Schifffahrt auf die Reise geschickt. Weit ist sie leider nicht gekommen, aber sie ist angekommen und ich bin glücklich, sie gefunden zu haben.

Ich danke auch den zwei Schreibern, dass ich die kleine Flaschenpostreise hier veröffentlichen darf.

Wahrscheinlich reiste die Flasche durch die Strömungskanäle, in denen bei Ebbe und Flut das Wasser fließt. Erst einmal vor der Insel angekommen trieb der Wind sie wieder an Land zurück. Während der Zeit herrschte ein starker Nordwind, keine guten Bedingungen für eine weite Reise auf das Meer hinaus. Schon am nächsten Morgen habe ich die Flasche an der Flutkante vom Hundestrand gefunden. Weit weg vom Wasser, da gerade Ebbe war.

Eine Flasche ist noch lange keine Flaschenpost. Sind die Augen erst einmal geschärft, sieht man (leider) viele weitere Flaschen am Strand. Ein paar Exemplare habe ich eingesammelt.