Ein langes Wochenende. Es sollte an einen See um die Ecke gehen – und wurde spontan eine Tour ans Meer. Dank Wohnmobil konnten wir unabhängig einfach mal losfahren. Das Skizzenbuch war natürlich wieder im Gepäck. Ostsee-Vanlife pur.

Freitag – spontan ans Meer

Die lange Autofahrt habe ich nicht nur mit Schauen, sondern auch mit Zeichnen verbracht. Über die A14 ging es direkt in Richtung Ostsee. Das ursprüngliche Ziel wurde noch einmal geändert und so landeten wir auf der Insel Poel. Neugierde und ein wenig Abenteuerlust. Und vor allem die Aussicht auf Meer bei bestem Sommerwetter.

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Stellplatzidylle. Und auf der abendlichen Hunderunde noch das tolle Hinweisschild auf einen Rundweg entdeckt. Die Ostsee lag ruhig da. Ein wenig spaziert. Ein wenig am Meer gesessen. Und dann hielt mich nix mehr. Raus aus den Klamotten, rein ins Wasser und genießen. So warm und salzig hatte ich die Ostsee nicht mehr in Erinnerung. Einfach Sommer pur.

Den Abend habe ich mit einer Skizze ausklingen lassen. Direkt am Weizenfeld sitzend in der warmen Sommerluft. Der Blick schweift über leicht geschwungene Felder. Freiheit für die Seele – und am Abend dann glücklich eingeschlafen.

Samstag – ein Tag am Meer

Einmal zum Inselwesten und schauen, wie es sich dort so campen ließe. Die Küste mit Blick über die Wismarbucht. Ruhig beginnt der Tag. Auf dem Rückweg habe ich mich in Kirchdorf absetzen lassen, um Hafen und Ort zu Fuß zu erkunden.

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Boote und Meer gehören einfach zusammen. So saß ich einige Zeit im Hafen und malte – beobachtend und selbst beobachtet werdend. Am Ende kam ein netter, dem Akzent nach scheinbar niederländischer, Skipper neugierig zum Schauen. Nach dem Rückweg Mittag und Pause. Den Tag dann noch ein wenig am Strand verbracht, um am Abend noch einmal glücklich das Meer um mich strömen zu lassen.

Sonntag – durchatmen und Abschied nehmen

Es ging nach dem frühen Frühstück in den Inselosten. Auffallend: Die gesamte Insel ist in kleine Felder parzelliert und alle Getreidesorten sind mit Namen versehen. Trotz aller Idylle scheint es kaum alte Häuser zu geben.

Einer der letzten Grundhöfe auf der Insel entdeckte ich in Gollwitz. Der Besitzer schwärmte von anderen Malern, die es immer wieder hierher zog. Dann habe ich ja das richtige Motiv gefunden. Zum Glück kann man auch beim Zeichnen ein wenig weglassen, denn die Solaranlage auf dem Dach passte so gar nicht dazu. Die Katze kam gleich zu Beginn und wartete die ganze Zeit in der Hofeinfahrt.

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Ein ausgemustertes Boot ist Gollwitz »gestrandet«. Und wir sind auch irgendwie gestrandet. In Freiheit. In entspanntem Tun. In Inselidylle mit ganz viel Meer. Die frühe Rückfahrt hat sich rückblickend gelohnt, denn wir kamen ohne Stau wieder zu Hause an. Intensiv Meer geatmet. Die Seele baumeln lassen. Verliebt mit Aquarellfarben gespielt. Die Ostsee auf der Haut gespürt. So einfach geht glücklich.

Wohnmobil – Ostsee-Vanlife pur

Ihr fragt Euch, wie ich in letzter Zeit an so vielen Orten sein konnte? Ein Mobil ins Glück. Einfach spontan raus. Den Kopf frei machen. Etwas Abstand gewinnen und dabei nicht überlegen, wo man nächtigen kann. (Vom Vorteil Küche und Bad an Bord zu haben mal ganz abgesehen). Mit solch einem Wohnmobil wird Urlaub fast unabhängig von Planung und Zeitfenstern. Vanlife pur. Egal, ob Ostsee oder See.

Du kennst schöne Ecken und Stellplätze in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und überhaupt dem flachen Norden? Ich freu mich über Tipps, denn…  man ankert viel zu selten am Meer.

 

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