Die Wetteraussichten am ersten Maiwochenende versprachen nichts Gutes. So sind wir spontan ein paar Kilometer gen Norden gefahren und haben uns in Potsdam eine kleine Auszeit gegönnt. Im Park Sanssouci gibt es abseits des Hauptweges ruhige Ecken zu entdecken. Mit Skizzenbuch und Pinsel im Gepäck genoss ich Sonne, Aus- und Ansichten.

Blütenpracht an der Gartendirektion

Warmes Gelb, blasses Lila und lautes Pink. An der Gartendirektion explodierte ein wahrer Farbenrausch. Die Sonne tat dabei ihr Übriges. Laute Farben, die magisch anzogen und trotzdem Stille im Herzen ausbreiteten. Träumend, als stünde man selbst in der Tür zum Garten. Ein Ort, der zum Verweilen einlädt, für den, der er zulässt. Von den Touristen und Feiergesellschaften nur als kurzer Fotostopp genutzt, habe ich es mir gemütlich gemacht und die Szene im Skizzenbuch festgehalten.

Blauregen und Chinesischer Judasbaum an der Gartendirektion.

Pinkfarbende Blütendetails.

Römische Bäder

Schon vor einiger Zeit habe ich diesen Ort als Zeichenmotiv entdeckt und mir nun die Zeit dafür genommen. Eine tolle Plakatausstellung aus fast 70 Jahren Plakatkunst für die preußischen Schlösser und Gärten waren ein Grund mehr zurückzukehren. Windgeschützt im Innenhof und gemütlich auf meinem kleinen Klapphocker nahm ich mir eine Stunde Zeit für diese Skizze und viele Farbschichten. Die zwei Frauen von der Kasse und der Wache waren ganz begeistert, dass sich jemand zeichnend diesem Ort annimmt. Gerne habe ich sie durch mein Skizzenbuch blättern lassen. Zeichner sind hier sehr willkommen und der Eintritt ist es wert, um abzutauchen in ein italienisches Landgut mitten in Brandenburg. In absehbarer Zeit sollen die Römischen Bäder saniert werden und damit wird auch der Charme der Vergänglichkeit verschwinden.

 

Der Butt am Eingang zu den Römischen Bädern. Fische und Wasser ziehen mich magisch an und dieser hier ist ein besonders schönes Exemplar.

Potsdam – meine Herzstadt. Immer wieder komme ich gerne hierher, um die Seele baumeln zu lassen. Auch nach Jahren gibt es immer noch so viel zu entdecken und trotzdem ist ein Ort nie weit entfernt. Langsam schlendernd entschleunigtes Sein. Einatmen. Ausatmen. Durchatmen. Seelenfreiraum genießen.

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