Endlich wieder Seelenzeit am Meer. Über Ostern ging es wieder für ein paar Tage in die Nordsee auf die Insel Wangerooge. Bei Schwesterherz und ihrem Freund durften wir ein paar Tage verbringen. Natürlich war auch mein Skizzenbuch mit dabei. Extra für den Urlaub habe ich ein ganz besonderes Skizzenbuch aus einem alten Buch hergestellt.

Motive finden sich überall. So wie dieses kleines Buhnenstück, welches direkt vor Ort gezeichnet und coloriert wurde. Mit Maskingtape habe ich vorher die Ränder abgeklebt, um nachher einen edel, weißen Rahmen zu haben. Einfach und effektvoll. Und so zieht sich der weiße Rahmen durch alle Aquarelle im Skizzenbuch.

Nicht immer war das Wetter gut genug, um die Zeichnung draußen zu vollenden. So ist diese mit Regen und Rückenwind nur draußen skizziert worden. Bei einem heißen Chailatte ließ es sich im Warmen um so entspannter farbig gestalten. Einige wenige Bilder sind auch nach Fotos entstanden. Aber im Urlaub soll es ja auch entspannt sein und nicht jedes Wetter und jede Situation ist zum Zeichnen geeignet. Und bei Temperaturen knapp über Null ist vor allem gute Kleidung das A und O.

Essen fotografieren kann jeder. Ich habe mein Essen gezeichnet. Einen Ostfriesentee und ein Stück Kuchen im Café Pudding ist auf dieser Insel immer ein Muss. Und da der Tee erst mal ziehen muss und sowieso Eile niemand auf der Insel kennt, hat der Stift die Zeichnung vor das Essen gesetzt.

In der Nacht hat es ein wenig geschneit. Am Morgen war die Insel Wangerooge mit einem weißen Flaum verzaubert. Die morgendliche Hunderunde habe ich für ein paar Fotos genutzt. Und so ist die Zeichnung vom Schnee dann kurzerhand am gemütlichen Tisch im Warmen nach einem Fotomotiv entstanden.

Durchgeblättert: Mein Wangerooge Urlaubstagebuch

Auch wenn es schwierig ist, irgendwie annähernd das Original wieder zu geben, so gibt es hier für Euch den Versuch, einmal digital durch mein Skizzenbuch zu blättern. Und wenn sich jemand fragt, warum die Seiten so genau aufgingen? Eine Mischung aus einfach loslegen. Zwischendrin abzählen und auch ein wenig Disziplin, mindestens zwei Doppelseiten am Tag zu füllen.

 

Intensive Momente ganz analog

Hach, ich bin immer noch verliebt. Es ist einfach schön, solch einen kleinen Schatz voller Erinnerungen immer wieder in die Hand nehmen zu können. Dieses Gefühl kann kein Foto nachahmen. Durch das Zeichnen erlebt man die Momente auch viel intensiver. Man achtet auf Details. Bleibt stehen. Und ist scheinbar ziellos unterwegs, um am Ende doch wieder eine schöne Zeichnung mitgebracht zu haben. Und meistens von einem Motiv, was man gar nicht geplant hatte…

Reich ist, wer barfuß am Strand läuft und nichtssuchend findet

Das größte Glück sind die ganz unerwarteten Funde. Einfach mal barfuß am Strand laufen war an diesem Tag geplant. Doch schon nach den ersten Schritten blinzelte mich ein großer Bernstein verschwörend an. Und schneller als gedacht, war ich im Bernsteinfieber und suchte eine Stunde barfuß, durchgefroren, aber glücklich vor mich hin. Und da ich scheinbar die Erste war, die die Bernsteine entdeckt hatte, hatte ich das Buhnenstück in fast zentraler Lage ganz für mich alleine. Die Voraussetzungen konnten nicht besser sein: Nordwind, Sonnenstand und Ebbe.

Seelenzeit am Meer

Wie hat Euch der Blick in mein Skizzenbuch gefallen? Habt Ihr Lust, auch mal im Urlaub zu zeichnen, statt zu fotografieren? Ich freue mich über Eure Kommentare. Und wer für mich einen ganz persönlichen Geheimtipp am Meer (deutsche Ost- oder Nordseeküste) hat, dem bin ich auch überaus dankbar.

Ahoi Anja

 

 

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